Karies (Zahnfäule) ist eine weit verbreitete Zahnerkrankung. Die Zahnhartsubstanzen werden langsam zerstört. Zu den zentralen Faktoren, die Karies verursachen, gehören nach dem heutigen Erkenntnisstand die häufig wiederholte oder lang andauernde Aufnahme von Kohlenhydraten und deren Vergärung durch bakterielle Beläge. Die Grundvoraussetzung dazu sind in fast jeder Mundhöhle erfüllt. Trotzdem leiden einige Menschen deutlich stärker an Karies als andere. Verantwortlich dafür ist vor allem die individuelle Anfälligkeit, die durch die Eigenschaften des Zahnhartgewebes und des Speichels geprägt sind, die Häufigkeit und Qualität des Konsums von Kohlenhydraten sowie die bakterielle Zusammensetzung des Zahnbelages. Das Löslichkeitsverhalten des Zahnschmelzes wird ganz entscheidend vom pH-Wert beeinflusst. Bei einem sauren (kritischen) pH-Wert von 5,5 bis 5,7 steigt die Löslichkeit des Zahnschmelzes stark an. Solche Werte entstehen bei einer Verstoffwechselung des Zuckers unter dem Zahnbelag sehr schnell. Durch eine solche Säureproduktion werden die sog. Mutans Streptokokken gebildet – eine Bakterienart, die als die kariesauslösenden Bakterien schlechthin gilt.

Das individuelle Kariesrisiko kann am pH-Wert des Speichels gemessen werden. Ein einfacher Speicheltest gibt Aufschluss über die „Pufferkapazität“ des Speichels und die Anzahl der Mutans Streptokokken.
Eine Kariesrisikodiagnostik eignet sich vor allem bei Kindern, um deren Risiko festzustellen, bevor es zu Schäden an Zähnen kommt.

 

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